I. Aufnahme der Tiere, Pflichten der Mitglieder, Schatzung

Aufnahme der Tiere

Art. 1

Die Pferdeversicherungs-Genossenschaft nimmt Tiere der Pferdegat¬tung in die Versicherung auf, mit einem vom Vorstand zu bestimmenden Schatzungswert.

 

Ausgeschlossen von der Aufnahme sind kranke, lahme, störrische und bösartige Tiere.

 

Fohlenversicherung

Fohlenversicherung: diese Versicherung ist fakultativ. Das Fohlen kann 3 Monate vor der Geburt versichert werden. Diese Versicherung läuft bis November. Wenn das Fohlen weiter versichert werden soll, muss dies dem Vorstand innert 10 Tagen gemeldet werden. Wird keine Fohlenversicherung abgeschlossen, kann das Fohlen nach der Geburt in die Versicherung aufgenommen werden.

 

Pflichten der Mitglieder

Art. 2

Jedes Mitglied ist verpflichtet:

  1. Hinsichtlich Unterbringung, Fütterung, Pflege und Behandlung der versicherten Tiere alle Sorgfalt anzuwenden. Dazu gehören auch ein möglichst regelmässiger und vernünftiger Gebrauch und genügend Auslauf. Die entsprechenden Bestimmungen der jeweils gültigen Tierschutzgesetzgebung sind einzuhalten.
  2. Alle Veränderungen im versicherten Bestand innert 20 Tagen dem Geschäftsführer zu melden.
  3. Seine Pferde gegen Feuerschaden auch in einer Feuer-Versicherung (Mobiliar) genügend zu versichern.

 

Schatzung

Art. 3

Wer in die Genossenschaft einzutreten oder neu eingestellte Tiere zu versichern wünscht, hat dieselben an einer der periodisch stattfindenden Schatzungen der Schatzungskommission vorzuführen, welche, gestützt auf Art. 1 hievor, über deren Aufnahme oder Zurückweisung endgültig entscheidet.

 

Art. 4

Die Schatzung gilt für die Dauer eines Rechnungsjahres. Eine Aenderung derselben während dieser Frist kann nur auf Gesuch hin des Versicherten stattfinden. Im Übrigen wird dabei wie bei einer neuen Einschatzung verfahren. Für Jungpferde im Alter von 112 bis 3 Jahren wird nach einem vom Vorstand zu bestimmenden Modus die Schatzung automatisch dem zunehmenden Wert des Tieres angepasst.

 

Art. 5

Die Versicherung beginnt mit dem Tage der Einschatzung. Bei Handänderung kann das Pferd weiter versichert werden.

 

Art. 6

Die versicherten Pferde behalten ihre Schatzung bzw. Versicherung auch dann bei, wenn sie vorübergehend verstellt werden (z.B. Sömmerung, Winterung oder Kuranstalt). Der Geschäftsführer ist jedoch unverzüglich in Kenntnis zu setzen.

 

Für aus dem Versicherungskreis wegziehende Mitglieder kann der Vorstand auf Gesuch hin und wenn die Umstände es gestatten, die Versicherung fortdauern lassen.

 

Revision

Art. 7

Alljährlich findet eine Revision sämtlicher Schatzungen statt, und zwar in der Regel 1 - 2 Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres, um die Schatzung für das folgende Jahr mit dem Wert des Tieres in Übereinstimmung zu bringen.

 

Pferde, welche wegen einer akuten Krankheit nicht vorgeführt werden können, behalten ihre bisherige Schatzung bis zu deren Tod oder Wiederherstellung. In letzterem Falle sind solche Tiere bei der nächsten Schatzungsgelegenheit zur Revision vorzuführen. Die diesbezüglichen Kosten sind von der Genossenschaft zu tragen. Dies ist auch der Fall für Pferde, welche wegen Militärdienst erst nachträglich zur Revision gelangen.

 

Über Fälle, wo Pferde wegen chronischen Krankheiten nicht vorgeführt werden, entscheidet die Schatzungskommission bzw. der Vorstand.

 

Art. 8

Bei Pferden, die zur Schatzung nicht vorgeführt werden, kann die Schatzung reduziert werden. Pferde, die älter als 20 jährig sind, müssen nicht mehr vorgeführt werden.

 

Pferdeversicherungs-Genossenschaft

der Region Thun

Allmendingenstrasse 11

3608 Thun

 

info@pferdeversicherung-regionthun.ch